FASHION

Ich bin widerlich.

13. Juli 2015
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Wisst ihr, was richtig schrecklich ist für mich? Das, was Bloggen geworden ist. Und das, was aus mir geworden ist. Und das, was alle anderen in mir sehen.

Vor der Fashion Week drehen alle durch und erzählen sich, wie wichtig sie sind, wo sie alles hingehen, wo sie eingeladen sind. Die, die noch wichtiger sind, erzählen, wo sie alles NICHT hingehen, aber könnten – aber einfach „keinen Bock haben“. Ich starre beim Fshionbloggercafé ins Leere und wenn ich gefragt werde, was los ist, dann sage ich, dass ich das alles nicht mehr kann. Diese Selbstdarstellung, dieses „Schau wie schön ich bin“.

Und natürlich, nach der Fashion Week lese ich nur immer wieder, wie scheiße alles war. Alle sind arrogant und dumm und oberflächlich. Aber wenn das jeder sagt – wieso ist es dann noch immer so? Alle beschweren sich, niemand fängt bei sich an. Oder nicht merklich viele?

Aber doch, wahrscheinlich ist man selber Schuld. Alle regen sich auf und alle sind dabei. Ich weiß, nicht die Gemeinde ist das Problem, sondern ich. Ich bin ein Teil davon und so lange ich da bin, bin ich nicht anders, denn ich gehe einfach nicht.

Ich denke darüber nach, noch cooler zu werden. Ich weiß noch, wann ich gesagt habe „Aber jeder Blogger hat ’ne Chanel, ich will auch eine, zur Not kaufe ich mir halt ein Fake, das kommt einfach besser an!“

Ich denke darüber nach, noch dünner zu werden. „Ich weiß genau, wenn ich richtig dünn und braun gebrannt wäre, dann wäre ich endlich berühmter.“

Ich denke darüber nach, Follower zu kaufen. „Wenn man 10k hat, dann hat man den ersten Stein gelegt – ab dann zählt man erst.“

Ich denke an all die netten Menschen, die ich kennenlerne und die mir dann folgen und an die App, die ich habe, die mir zeigt, dass all die netten Menschen mich drei Stunden später, wenn alle gegangen sind, wieder entfolgt haben, weil ich ihnen nichts bringe.

Ich bringe nichts. Ich bin zu klein, egal ob ich singen kann oder zeichnen, egal ob ich loyal oder solidarisch bin, es ist egal ob ich ehrlich bin und man mit mir lachen kann. Wenn dir jemand das Herz bricht, dann esse ich mit dir 5L Becher Eis und gucke jeden Film mit dir, bis es dir besser geht. Ich würde alles für Menschen tun, die ich mag. Und die mich mögen. Aber soweit kommt es nie, denn ich bringe nichts. Ich bin zu klein, zu wenig Menschen interessieren sich für mich. Also bin ich nicht interessant.

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Ich war mit eine der ersten, die tiefere Texte auf ihrem Blog verfasst. Anfangs wurde ich angefeindet, wie kannst du nur, das sieht doch jeder. Mittlerweile ist SELBST DAS Trend geworden, jeder zweite hat einen FreitagsSamstagsSonntagsPost und nichts ist mehr heilig, nicht mal ein ehrlicher Text. Wie lange habe ich mit mir gehadert, soll ich sowas intimes schreiben, soll ich lieber nicht? Mittlerweile kotzt sich jeder aus, möglichst literarisch, möglichst ehrlich und doch geht es doch nur um Klicks.

Wie oft muss ich mich ausziehen, um angesehen zu werden? Wie oft noch im Bikini posieren, wie oft noch über Liebeskummer schreiben, bis endlich der Durchbruch kommt? Immer ist jemand besser, immer ist jemand interessanter.

Ich bin widerlich, denn wenn ein Blogger sagt, es ist ihm egal, ob andere ihn ansehen, zu ihm aufsehen, ihn lesen und ihm folgen, dann lügt er. Jeder will das, sonst könnte man seinen Blog auf privat stellen und dann würde ihn sowieso kaum jemand lesen. Es gibt zu viele. Zu viele rosa Gute-Laune-Mädchen, zu viele Sportskanonen, die alles von Tiffany und Chanel haben, Geld macht schön und Sport noch schöner.

Ich bin so unglaublich widerlich, denn ich weiß, ich wollte immer dazugehören und habe es nie, und jetzt will ich nicht mehr. Ich kanns nicht mehr. Soziale Medien und das Bloggen und all der Druck und all das Schöne, was ich habe, wenn andere immer was Schöneres haben, all das macht mich krank. Ich guck in den Spiegel und kotze mich an, weil wieder alles, woran ich denken kann, der nächste Post oder das nächste Instagram-Bild sind.

Vielleicht können andere besser lügen oder kommen besser damit klar – aber ich nicht. Ich nicht mehr.

 

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22 Comments

  • Reply Maik Zehrfeld 13. Juli 2015 at 17:41

    Danke für die ehrlichen Gedanken, finde es immer interessant, andere Blogger so offen denken zu sehen. Wenn es zu viel wird, mach eine Pause! Denk über Dinge nach, die eben nicht jeder andere macht und die dir Spaß bringen. Dann kommt der Rest schon (wieder) von ganz alleine. Aber bloß nicht wegen anderen und dem selbst aufgebauten (bescheuerten) Druck aufhören. Das haben schon zu viele…

  • Reply Deliah 13. Juli 2015 at 17:46

    oh tara, das ist so traurig. ich weiß gar nicht was ich sagen soll. scheinbar gibts gerade ne große blogger-krisenwelle, dir scheint es ja genauso zu gehen wie angela. natürlich bringst du was, ziemlich viel sogar – ich lese dich so gerne und bin da bei weitem nicht die einzige, das weißt du doch auch. du bist eine ehrliche haut, du polarisierst manchmal auch damit, und du schreibst verdammt wunderbar – wie viele können das schon von sich behaupten? die frage ist glaube ich, WEM du wichtig sein willst: deinen lesern und denen, die es noch werden oder so manchem um fame bettelnden so called blogger, der mit seinen hübsch arrangierten bildchen auf instagram 20 k angesammelt hat und deshalb kooperationen hinterher geschmissen bekommt? bitte entscheide dich für die erste option.

    deliah

  • Reply Aileen 13. Juli 2015 at 17:52

    wow, das ist ein unheimlich inspirierender Beitrag, aber vor allem sprichst du mir aus der Seele. Wie oft habe ich mich in den letzten Wochen dabei ertappt als ich dachte ‚ach mist, jetzt hast du schon wieder vergessen dein Essen für Instagram abzulichten‘ oder ‚Soll ich vielleicht doch mal Outfits posten, damit ich mal mehr Feedback bekomme‘ – es ist wirklich so wie du es schreibst – immer ist jemand besser, schöner, dünner … das macht einen krank, richtig krank. Es gibt Dinge im Netz wie rosa-blumen-michael-kors-instagram-accounts von 13-Jährigen Mädchen die über 15k haben und dann gibt es da die Accounts, die wirklich inspirierend sind, Fotos teilen, die das Leben zeigen und zwar das wirkliche Leben. Aber nein, im Netz ist nur der bekannt und berühmt, der möglichst schön, schlank und reich ist. Was ist das bloß für eine Art? Ich habe begonnen zu bloggen um Menschen zu inspirieren, sich auszutauschen, andere Menschen kennen zu lernen.. doch in den letzten Wochen habe ich mehr als einmal fest stellen müssen, dass ich mich selbst manchmal an wieder, wenn ich wieder einmal darüber nach denke wie ich mehr Follower bekomme, mehr Feedback und Berühmtheit erlangen kann .. einfach widerlich. Ich mach da nicht mehr mit, möchte das nicht mehr und möchte wieder schreiben und bloggen um andere Menschen zu inspirieren – scheiß auf das Feedback und scheiß auf die Follower !

    Danke für deinen tollen Beitrag, Liebes !

    Liebst, Aileen <3

  • Reply Cherry Tracy 13. Juli 2015 at 18:01

    Aus all diesen Gründen habe ich damals 2011 und 2013 mit dem Bloggen aufgehört. Es ist echt traurig zu sehen, dass vieles in der Blogger Welt nur noch inszeniert ist . Individualität spielt keine Rolle mehr, hauptsache es werden die teuren neusten Kleiderstücke abfootografiert, ebenso hat die Reichweite sowie Flollwer-Anzahl einen extrem hohen Stellenwert eingenommen. Nervig ist auch dieser ganze Fitness und Veganer-Lifestyle… Ich denke mir, dass viele dieser Blogger abhängig von ihren Followers bzw. der Bestätigung sind., können ohne ihre Accounts auf youtube, facebook, instagram etc. gar nicht sie selbst sein. Virtuelles Hollywood.

  • Reply Lotta 13. Juli 2015 at 18:23

    Oh ich finde dich so großartig. Ich lese deine Posts mittlerweile am liebsten. Du bist interessant- und dabei geht es um etwas ganz anderes als deine (nebenbei bemerkt superschöne) Frisur oder welches Outfit du heute trägst. Du bist eine Bloggerin mit Persönlichkeit und ich für meinen Teil finde, dass dich das sehr aus hervorhebt :) Ich hoffe, dass wir uns mal kennenlernen!

  • Reply Julia 13. Juli 2015 at 18:32

    Du scheinst ja wirklich damit Probleme zu haben, Aber das schon länger, ich bin eine deiner stillen Leserinnen und fand deine Ehrlichkeit sehr erfrischend. Sonst mache ich eigentlich immer einen weiten Bogen um Blogs mit Themen wie Mode, Lifestyle usw. aber dein Blog habe ich immer gerne gelesen.

    Wenn du dich aber nicht mehr wohlfühlst damit, dann hör auf damit. Denn Bloggen muss Spaß machen. Egal, ob du es nur als Hobby betreibst oder damit Geld verdienen willst.
    Ich selbst bin schon seit über 10 Jahren dabei und selbst ich mache hin und wieder lange Pausen davon. Vor allem, wenn ich mich ausgelaugt fühle.
    Deswegen würde ich dir raten, wenn du noch Lust hast, dann mach weiter, wenn nicht, dann verabschiede dich erstmal für eine Weile.

  • Reply Sabine 13. Juli 2015 at 19:33

    Der hat gesessen. Darüber muss ich jetzt ein bisschen nachdenken. Aber erst einmal wünsche ich dir alles Gute!

  • Reply Ulle 13. Juli 2015 at 20:09

    Liebe Tara-Louise,

    das ist ein wirklich interessanter Artikel. Ich glaube genau das sind die Gründe, warum ich meinen Blog nie wirklich professionell aufgezogen, sondern immer relativ klein gehalten habe. Nicht, dass man sich aussuchen kann, ob der Blog „berühmt“ wird oder nicht, aber ich denke du weißt was ich meine.

    In mir steckte immer die Angst, dass der Druck irgendwann zu groß wird und ich keine Zeit mehr mit meinen Freunden oder meiner Familie verbringen kann, ohne über ein gutes Foto nachzudenken.

    Die Frage, die ich mir jetzt stelle ist, was deine Idee einer Lösung für dieses Problem ist? Seit es Instagram und YouTube gibt, wird der Druck „immer gut auszusehen“ und eigentlich jedes Detail seines Lebens preiszugeben größer und größer. Das macht mich stutzig und ich persönlich weiß nicht, wie man diesem Kreis entfliehen kann, ohne das Hobby bzw. den Beruf des Bloggens aufzugeben.

    Liebe Grüße
    Ulle

  • Reply Kir 13. Juli 2015 at 20:32

    hey,
    weisst Du, wir haben alle unsere schlechten Tage im Job und Du kannst wenigstens etwas machen, was Du selbst machen wolltest. Es ist eine Passion, den Job zu machen, den man sich ausgewählt hat. Auch wenn Du das gerade nicht sehen kannst. Und hat niemand jemals gesagt, dass es einfach sein wird, oder? Besinne Dich auf das, was Du gut machst, weil Du Deinen Job doch gut machst. Also geh den Schritt weiter und schreibe weiter, und Du wirst sicher noch besser werden. Das wichtigste ist: Du hast etwas zu sagen, ganz abseits von Mode und Lifestyle. Und bitte höre auf Dich mit anderen zu vergleichen, denn das hast Du wirklich nicht nötig. :-) Viele Grüsse

  • Reply Kali P. 13. Juli 2015 at 22:05

    Ich kannte deinen Blog bis eben nicht, lese also diesen Beitrag hier von allen als ersten.
    Ich kann dich verstehen und wenn es keinen Spaß mehr macht, sollte man aufhören, bevor einen eine Sache seelisch ruiniert.
    Ich wollte eigentlich etwas dazu schreiben, doch ich habe alles wieder gelöscht… weil es sicher nur Blabla gewesen wäre für dich.

    Vielleicht fragst du dich, wie es wäre, wenn du genau so weitermachst wie bisher und stellst dir dich dann in 10 Jahren vor.
    Was wäre dann, wie würdest du dich fühlen? Wie fühlt sich die Vorstellung an, sich noch 10 Jahre all dem unterzuordnen. Was müsste anders werden, damit du weiter bloggst und wieder daran Spaß hast?

    Liebste Grüße
    Kali von Miss Bellis Perennis

  • Reply neontrauma 14. Juli 2015 at 7:21

    Liebe Tara-Louise,

    ich finde es verdammt gut, dass du dieses Thema mal ansprichst. Denn auch wenn außerhalb der Fashionbloggerszene noch etwas andere, weniger krasse Gesetze herrschen, so zieht sich der Grundtenor ja durch die ganze Blogosphäre – mehr Klicks, mehr Follower, mehr Kooperationen… aber wozu eigentlich; was ist denn aus dem einstigen Hobby geworden, dass es einen zunehmend unter Druck setzt?

    Wie definierst du für dich denn „etwas erreicht haben“? Sind es wirklich die 10.000, 15.000 Follower auf Instagram, mit denen du eigentlich nichts weiter zu schaffen hast, als dass ein Teil davon bei deinen Fotos auf ein Herzchen klickt und allenfalls mehr oder weniger nichtssagende Kommentare à la „Das sieht fantastisch aus!“ hinterlässt? Wo denkende, atmende, fühlende Menschen irgendwann zu bloßen Zahlen degradiert werden; yay, wieder 1.000 Follower mehr, keine Ahnung was für Leute das sind. Nur weil es dich dafür qualifiziert, dass dir Firmen irgendeine Handtasche zuschicken, die du selber womöglich nie gekauft hättest, weil sie dir eigentlich gar nicht gefällt? Ist es das, was Erfolg ausmacht, was dich stolz machen würde…?

    Es gibt so unglaublich viele Blogger da draußen, eine immense Konkurrenz. Um zu den ganz Großen zu gehören, mal rein nach Followerzahlen bemessen, musst du genau das posten, was die Masse sehen will. Und zwar rund um die Uhr, mit einer Schlagzahl, die ohne ein Team im Hintergrund kaum zu schaffen ist, weil es Hunderte und Tausende gibt, die genau das Gleiche gepostet haben oder posten werden, wenn du schneller warst. Urgh.

    Gerade seit durch die ganzen Social Media-Kanäle das Bloggen nicht mehr nur auf dem Blog stattfindet, entwickelt sich da eine rasante und teilweise verdammt ungesunde Eigendynamik. In einem Firma, wo alle regelmäßig bis 22, 23 Uhr arbeiten und auch am Wochenende ins Büro kommen, geht man ja nicht einfach so um 18 Uhr nach Hause und wartet auf die nächste Gehaltserhöhung.

    Liebe Grüße
    Anne

  • Reply Wowoleco 14. Juli 2015 at 10:51

    Liebe Tara,
    ich kann dir nur eines raten: Lass es!
    Du gehst doch an dieser ganzen Scheiße kaputt! Ich hab ja selber (eigentlich) nen Blog, der ber derzeit inaktiv ist, weil ich einfach nicht einsehe, worüber man schreiben soll.
    Ein normales Leben ist nunmal nicht unbedingt interessant. Dieses Leben künstlich abzubauschen geht doch an die Substanz.
    Und du bist nicht „Nichts“. Ich lese dich immer sehr sehr gern- gerade weil du so ein Finsterling bist. Dieser Spargat zwischen „Ich möchte irgendwo ein Teil vom Kuchen“ und „Ich hasse euch Hohlfrüchte mit eurem Fake-Lifestyle so sehr“ ist sicherlich nicht leicht. Ich würde mich an deiner Stelle für letzteres entscheiden und dabei bleiben.
    Nimm Abstand.
    Schreib nur noch, wenn dir wirklich danach ist.
    Sei einfach du.

    Und vielleicht magst du dich ja erstmal lieber deinem (Fern-?)- Studium widtmen. Konzentrier dich auf etwas, das nichts mit dem ganzen Scheiß hier zu tun hat. Ehrlich. Ansonsten kannst du dich wirklich bald einweisen lassen… :/

    Alles alles Liebe.

  • Reply steffi 15. Juli 2015 at 10:16

    Zu erst fand ich deinen Text gut. Uns geht es oft ähnlich.
    Aber dann sah ich durch Zufall dein Partybild vom letzten Bloggercafé, welches erst kürzlich war. Und da siehst du leider alles andere als gelangweilt und genervt aus.
    http://www.styleranking.de/galerie/die-schönsten-eindrücke-vom-fbc-x

    So macht dein Text nun den Eindruck, dass du nicht anders bist als die anderen, die solche Texte nutzen, um wieder Aufmerksamkeit zu bekommen.

    • Reply fashionlunch 15. Juli 2015 at 15:18

      Dann kennst du mich, meinen Blog und meine Freunde und all meine anderen Texte und Gedanken nicht. Aber nicht schlimm.:)

  • Reply Tatjana 15. Juli 2015 at 12:07

    deinen blog lese ich am allerliebsten und ich finde dich großartig!
    würde es schade finden wenn du nicht mehr schreiben würdest, wünsche dir aber nur das allerbeste!!

  • Reply Alison 15. Juli 2015 at 15:26

    Ich bin Naiv und vielleicht auch etwas unwissend, vielleicht sehe ich das böse in der Welt nicht aber vielleicht ist es mir auch total egal, vielleicht gehe ich daran zugrunde, weil ich mir so viel zu Herzen nehme, war schon immer nicht das perfekte blondchen ach nein tschuldige jetzt ist ja Granny Hair „in“ und vielleicht ist es genau das, was uns so authentisch macht. Vielleicht solltest du dir eine Pause gönnen von dem Allem hier und zu dir selbst finden. Habe ich auch gerade hinter mir. Wer bist du, was magst du, was macht dich aus, warum bloggst du? Einen Monat, zwei Monate, vielleicht auch drei, nimm dir Zeit nur für dich. In der Bloggerwelt ist es meist so: entweder du bist eiskalt, total durchgeplant, machst alles aus einem Sinn heraus, mega erfolgreich weil alle deine Pläne total gut ankommen, oder aber du bist authentisch, sensibel, einzigartig und du selbst, echt, nahbar und vielleicht bekommst du nicht tausend Euro dafür, dass du ne Creme vorstellst, dafür kannst du dich in dem Spiegel ansehen und stolz auf dich sein.
    Früher habe ich mich gefragt, warum ich keine Tausend Follower habe auf Instagram, auf meinem Blog, ich gebe mir doch so viel Mühe. Heute feiere ich jeden neuen Follower, auch wenn ich von der 1000 noch sehr weit entfernt bin. Ich bin dankbar, dass man mir folgt, scheiß auf die Zahl, scheiß darauf ob es 1000 oder 100 sind. Da gibt es Leute, die meinen Kram mögen und mir deshalb folgen, wie geil ist das bitte?
    Nimm dir Zeit für dich, überdenke alles, was du jetzt tust. Lauf in die Welt hinaus, tu dir was Gutes, Handy aus, einfach du selbst sein. Mach auch keine Bilder. Hab einfach Spaß. Finde dich selbst.

    Süße Grüße
    Alison

  • Reply LVV 16. Juli 2015 at 0:53

    Genial. Man sollte auf sein Inneres hören. Mache eine lange Pause. Ich komme hier gelegentlich vorbei, um zu schauen, was man so trägt (oder denkt ;)) als junger Mensch … Auch ich fühle mich schrecklich, weil kein Tag vergeht, an dem ich mich nicht einlogge. Vielleicht sollten wir darüber schreiben, sprechen, Videos drehen. Niemand weiß, wie sich das Internet auf unsere Gesundheit (unseren Geist) auswirken wird. Besonders jüngere Menschen sind überfordert, denke ich … Wir haben nicht endlos viel Energie zur Verfügung. Jeder kommt mit einer „Flamme“ zur Welt, diese ist bei manchen kleiner, bei anderen größer. Wenn diese Flamme erloschen ist, ist das Leben sozusagen vorbei …
    Ich wusste schon immer, dass meine „Flamme“ nicht sehr groß ist. Ich musste immer achtgeben… Technik (Internet) sind Energievampire…

  • Reply Wenn dich das Bloggen unter Druck setzt. | neontrauma.de 16. Juli 2015 at 7:30

    […] Fashionlunch: Ich bin widerlich. […]

  • Reply dahi. 27. Oktober 2015 at 13:13

    all deine gedankengänge sind total nachvollziehbar. auch wenn ich es mit dem bloggen nicht vergleichen kann, so habe ich mich doch oft in vielen anderen bereichen meines lebens auch so gefühlt. aber gerade WEIL du eben diese gedanken hast, bist du nicht wie viele andere, die sich nur mittreiben lassen und nicht hinterfragen. derjenige, der anfängt zu denken, kann niemals weniger wert sein als der, der gar nicht denkt. und du solltest nicht weniger essen, du bist gut so wie du bist. ich bewundere deinen schreibstil, deinen modegeschmack, kleiderschrank und du bist wunderschön. rede dir nichts anderes ein. man braucht nicht mehr, als sich selbst. letzteres ist gut genug.

  • Reply Marie 7. Dezember 2015 at 10:37

    Oh ja, du bist in der Tat mehr als widerlich. Du schreibst “ Ich starre beim Fshionbloggercafé ins Leere und wenn ich gefragt werde, was los ist, dann sage ich, dass ich das alles nicht mehr kann. Diese Selbstdarstellung, dieses „Schau wie schön ich bin“.
    (Anmerkung: du solltest deine dummen Posts nochmal Korrekturlesen lassen.) Wie schön du bist? Du bist nichts als ein hässliches, unerzogenes, weißes Blatt mit dem widerlichsten Pickel im Gesicht, den ich je gesehen habe!
    Es wäre besser, du würdest dich aus der „Öffentlichkeit“ zurück ziehen, taugst du nichtmal für’s Bloggen. Ich verabscheue dich zutiefst und rate dir, dich noch selbst ein bisschen im Spiegel anzukotzen 😉 Stündest du vor mir, ich würde dir alles ins Gesicht kotzen!

    Edit: Spaß. Ich liebe dich voll.

    (Hahaha:D was man hier alles machen kann.)

    • Reply fashionlunch 7. Dezember 2015 at 12:49

      Awwww ❤️ #fangirl

  • Reply Linksammlung #4 | Chaosmacherin 10. Juni 2016 at 11:11

    […] mehr unter Druck gesetzt fühlt professioneller, schneller und mehr zu bloggen (1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6). Die Gegenbewegung hat einen Namen „Slow Blogging“. Anne erklärt uns, was es damit […]

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