LIFESTYLE

Muttertag

10. Mai 2015

Meine Mutter und ich. Ich finde, wir sind grundverschieden und deswegen kracht es auch öfter. Alle anderen sagen, wir sind komplett gleich und deswegen kracht es auch öfter. Ich bin eigentlich eher ein Papa-Kind, was nicht heißt, dass ich meine Mama weniger liebe oder weniger brauche. Ich hatte oft das Gefühl, dass sie mich nicht so liebt wie sie müsste. Das war aber nur die Zeit, in der ich mich selbst nicht so geliebt habe, wie man sich selbst lieben müsste. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich mich ganz anders als sie entwickele und ihr nicht ähnlich bin. Aber ich erinnere mich selbst immer mehr an sie. Ich habe immer darauf geachtet, „ganz anders“ als meine Familie zu sein. Aber vielleicht bin ich das ja gar nicht. „Sometimes I open my mouth and my mother comes out.“ Ich höre mich an wie sie, manchmal, immer öfter, und ich kann nichts dagegen tun. Sie trug mich 9 Monate unter ihrem Herzen, 24 Jahre in ihrem Herzen und ich sie. Es gibt Verbindungen, die man nicht kappen kann. Und es gibt Verbindungen, die man nicht kappen will. Je älter ich werde, desto mehr werde ich wie sie und ich frage mich, ob andere Mädchen in meinem Alter das ebenfalls immer öfter bemerken. Ob das so ein „Alters-Ding“ ist. Oder so ein „Mutter-Tochter-Ding“. Oder ob das einfach unser Ding ist.

Danke, dass du immer für mich da warst, auch wenn du nicht immer da warst. Danke, dass du ganz anders als ich bist und anscheinend genau so wie ich – danke, dass ich so wie du sein darf.

Muttertag

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2 Comments

  • Reply Heinz 11. Mai 2015 at 4:03

    Meine Schwester ist auch meiner Mutter immer ähnlicher geworden. Mir hat das nicht gefallen. Die Natur will es offenbar so. Dein Vater sieht
    fröhlich und lieb aus, ein total sympathischer Typ. Du bist ganz klar seine Tochter – sehr gut so – und er Dein König. Hoffentlich geht es ihm jetzt gesundheitlich besser als damals. Bleib wie Du bist und
    meckre nicht über Deine schönen Beine und darüber, dass Du zu groß
    bist.

  • Reply Heinz 11. Mai 2015 at 20:55

    Die kleine Tara: Das kleine Gesichtchen drückt schon eine Menge aus.
    Liebe Eltern, macht euch auf etwas gefasst. Das wird nicht leicht.

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