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Seine Sichtweise ändern – sein Leben ändern? Mit diesen 5 Tipps wirst du gelassener!

16. April 2018

Wer kennt es nicht?
Die Schlange an der Kasse im Supermarkt ist natürlich die längste, du findest mal wieder keinen Parkplatz, du zahlst immer mehr Steuern nach als alle anderen und dein Chef hasst nur dich und sonst niemanden – oder?

Ich habe auch sehr lange in der Überzeugung gelebt, dass vor allem ich immer am meisten Pech habe und mir immer die schlimmsten Dinge von allen passieren. Dass genau dann das Inkasso Unternehmen um die Ecke kommt, wenn ich sowieso schon knapp bei Kasse bin, dass mein Freund mich anschreit obwohl ich echt NICHTS gemacht habe und dass der Taxifahrer mich sicher verarscht hat und mir echt viel zu viel abgezogen hat (ok, das stimmt wahrscheinlich).

Dass ich die ZARA Rechnung einfach früher hätte zahlen sollen oder dem Anschreien – nicht immer, aber manchmal – Provokation meinerseits vorgegangen war kam mir erst später in den Sinn.

Nach und nach hat sich die Sicht meiner Dinge geändert und anstatt mich aufzuregen, habe ich gelernt, dass es vielleicht Gründe für Dinge gibt – auch wenn es nur die Sichtweise ist: denn wie oft sehe ich nicht, dass ein “Sie können auch zu mir an die Kasse kommen!” passiert, sondern nur, wenn meine Schlange am längsten ist. Und was hat mir das gebracht? Weniger schlechte Laune und viel, viel mehr Gelassenheit.
Und ich sage euch eins: Wenn ich das lernen kann, dann könnt ihr das auch …

Mit diesen 5 Tipps wirst du gelassener

Gelassenheit kann man lernen – und zumindest mir haben diese 5 Dinge geholfen, ruhiger zu werden

  1. Richtig schlafen
    Das hört sich erst einmal bescheuert an, aber es stimmt: Ich höre auf meinen Körper und stehe dann auf, wenn ich wach bin. Jetzt lachen wahrscheinlich viele, die nicht selbstständig sind, und sagen, sie müssen ins Büro oder zum Dienst und können nicht aufstehen, wann sie wollen, aber: Du kannst ja so schlafen gehen, dass du passend aufstehst.
    Bei mir war es so: Ich habe immer gerne lange geschlafen, vor allem am Wochenende, aber mich immer schlecht danach gefühlt. Es war 10 Uhr, halb 11, und alle waren schon ewig lange wach und nur ich bin eben wachgeworden. Ich hatte das Gefühl, vieles zu verpassen und sehr unproduktiv zu sein. Mittlerweile stehe ich jeden Tag gegen halb 8 – 8 auf und bin bis 11, 12 Uhr am produktivsten. Ich lege sofort mit Arbeit und Lernen los und habe dann, wenn ich normalerweise meinen zweiten Kaffee getrunken hätte, schon extrem viel erreicht. Seitdem ich das mache, bin ich deutlich gelassener und zufriedener mit mir selbst.
  2. Stay away from negativity
    Natürlich gibt es Probleme oft auch aufgrund eigener Schuld – man selbst war zu zickig, man hat etwas falsch ausgedrückt oder unüberlegt gehandelt. Nur darfst du nicht denken, dass das immer so ist: Du bist NICHT immer Schuld und du bist NICHT immer das Problem. Es wird Leute in deinem Leben geben, die unzufrieden mit sich selbst sind und deswegen ihre eigenen Probleme auf dich übertragen, dich angreifen wegen nichts oder einfach die ganze Zeit nur lästern, meckern, motzen. Das Leben ist nicht so schlimm wie diese Leute denken und auch wenn ich zugeben muss, dass ich selber gerne motze, so weiß ich jedoch, dass ich mit meinem Stand, mit meinem Land, mit meiner Bildung, meiner Wohnung und meinen zwischenmenschlichen Beziehungen extrem privilegiert bin – und das lerne ich immer mehr zu schätzen. Wenn du merkst, dass Leute weiterhin gemein zu dir sind oder du dich immer wieder aufs neue beweisen musst, dann gebe ich dir den Tipp: Geh. Es bringt nichts zu sagen “Aber früher war er/sie anders…” – früher ist nicht jetzt und es bringt nichts, Dingen, unter denen du massivst leidest, hinterherzutrauern. Mach dich frei und lass die Leute ohne dich weiterleben, du wirst sehen: Es wird dir deutlich besser gehen.
  3. Erfüll’ dir deine Träume!
    Egal, was sie sind: Arbeite darauf hin. Du möchtest dir eine schöne Tasche gönnen? Dann tu das. Spare dafür und du wirst glücklich sein, dass du dir das leisten kannst. Und lass dir nicht einreden, dass es ein doofer Wunsch ist. Wenn es dir gefällt und du weißt, es würde dir gefallen: go for it!
    Du möchtest alleine in den Urlaub und einfach mal für dich sein? Guter Plan! Mach das!
    Du merkst, dein Studium ist nichts für dich und du würdest lieber etwas anderes machen? Überleg es dir gut – und wenn du dir ganz sicher bist, dann ändere deine Richtung. Menschen sind unglücklich, wenn sie das tun, was andere von ihnen erwarten. Ich bin sicher, dass man Dinge erreichen kann, wenn man sie wirklich will. Man muss aber auch ganz klar sagen: Es wird wehtun und nicht einfach sein. Aber das Endergebnis kann sich bei Menschen, die wirklich für ihre Verwirklichung oder ihren Erfolg arbeiten, IMMER sehen lassen.
  4. Sei netter
    Ich weiß, wir alle sind den ganzen Tag gestresst. Vor allem, weil das Internet dir sagt, du musst alles besser schöner schneller machen. Man guckt die ganze Zeit nach links und rechts und rennt dann gegen eine Laterne, die direkt vor dir stand und was ist? Du kommst NOCH langsamer und verletzt weiter als du sowieso schon von dir selbst dachtest (und was sicher nicht der Fall war;)! )
    Und jetzt versuch mal daran zu denken: Das Gefühl, wie es dir heute geht – so geht es auch anderen sicher am selben Tag. Wenn du einen Obdachlosen siehst, der alle Leute anspricht, dann sei nicht genervt, dass er so penetrant ist: Vielleicht braucht er es genau an diesem Tag, gesehen zu werden. Er hat nicht zum Ziel, genau DICH jetzt zu nerven und deinen Tag schlimmer zu machen: er will seinen Tag besser machen und er versucht nur, sich selbst zu retten (tut ja sonst schon keiner bei ihm, aber bevor ich mich jetzt über dieses Thema aufrege, höre ich lieber auf…)
    Wenn eine Kellnerin zum dritten Mal dein Getränk vergisst, dann sei nicht unhöflich, sondern umso höflicher: wer weiß, was sie gerade durchmacht.
    Übrigens: Ich war immer die Schlimmste was das betrifft. Ich war vor Jahren eine arrogante dumme Sau die unhöflich zu Kassiererinnen und Co war: das wird nicht nochmal passieren, das kann ich euch sagen 😉
  5. Mach etwas für Andere
    Mich macht es glücklich, auf andere Leute zu achten. Nicht krankhaft mit Helfersyndrom, aber eben gerne für andere da: wenn mein Papa mich fragt, ob ich mit ihm ins Kino gehe in einen Film, den ich wirklich gar nicht sehen will, dann sage ich manchmal ja (nicht immer, denn wenn man nur noch das macht, was andere von einem wollen, bleibt man auf der Strecke: Aber hey, es gibt ja nicht nur schwarz und weiß!) und bin danach richtig glücklich, wenn ich sehe, wie gut er sich danach fühlt. Er erzählt über den Film und wie toll er fand, dass ich mitgekommen bin. Manchmal sind die kleinen Dinge so viel wichtiger als das eigene Ego. Bevor ich mit Belehrungen starte wie “Aber Papa, wir wollten sparen und weißt du, wie teuer Kino für zwei inklusive Popcorn ist und ich habe echt noch viel zu tun und überhaupt, der Film interessiert mich gar nicht…” und er sich immer schlechter und schlechter fühlt, sage ich einfach mal “Ja. Gerne.” und überrasche ihn und auch mich mit der Einfachkeit der Dinge – und dass alles so viel schöner sein könnte.

Ich habe das Leben immer als “Belohnung / Bestrafung” und dauerhaften Zustand von Probleme lösen gesehen.
Das ist es aber nicht mehr für mich.
Ich weiß, ich muss meine Steuern machen, meinen Bachelor, mit dem ich seit einem Jahr hinterhänge schreiben, meine Wand in der Wohnung reparieren lassen und unbedingt zum Zahnarzt – aber jetzt gerade sitze ich in einem Café und genieße die ersten Sonnenstrahlen, die so warm sind wie Sommer und die Luft, die so süß ist wie im Frühling und bin einfach nur glücklich, dass ich gesund genug bin um mich über Steuern aufzuregen, und eine Wohnung habe, die ich liebe und in der eine Wand ist, die ich reparieren muss.

 

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