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Travelguide: 24 Stunden in Polen – Stettin (Szczecin)

23. Januar 2018

Ich kann nicht behaupten, dass Polen DAS Land ist, was ich als erstes nennen würde, stellte man mir die Frage „Wo willst du genau jetzt am liebsten sein?“
Allerdings war das vor dem Kurztrip nach Stettin – ein wenig voreingenommen („Haben die da Autobahnen?!“) wurde ich sehr schnell eines Besseren belehrt und kann mit Fug und Recht behaupten: Polen, dich sollte man viel öfter besuchen!

Stettin – eine Reise wert

Stettin ist ein wunderschönes Dorf nahe der deutsch-polnischen Grenze…und stop. Denn das stimmt schon einmal nicht, auch wenn ich das selbst dann noch dachte, als wir das Straßenschild mit „Szczczczezzezzcttzctzetzetetezctenin“ (oder so) schon passiert hatten.
Stettin hat ganze 400.00 +- Einwohner und liegt damit zwischen Münster (ähnlich schön) und Dortmund (eher nicht so schön): beim Reinfahren eher Dortmund-Hörde, in der Innenstadt dann schon Münster City.

Die glorreiche Idee, ein Hausboot zu mieten, war spätestens dann nicht mehr so glorreich, als ich nachts in Panik im Auto zum Boot fuhr und mich verfolgt fühlte von einer Gruppe halbstarker polnischer Jugendlichen, die nichts machten, außer wahrscheinlich zwei Bier am Steuer zu trinken, SAKRA UND ZAPPERLOTT, was für Rebellen!

Auch das ständige Wackeln des Bootes ist sicher nichts für schwache Nerven, aber mir als Seebraut macht das natürlich (fast) gar nichts aus.

Da ich nur 24 Stunden da war, kann ich euch also nur ein Restaurant, eine Unterkunft und ein Café empfehlen – aber besser als nichts, oder?

Das Restaurant: Na Kuncu Korytarza

Das „Na Kuncu Korytarza“ ist typisch polnisch – beim Reisen achte ich immer drauf, möglichst lokal zu essen. Das Essen ist gut bürgerlich und es gibt viele Spezialitäten aus Polen, auch wenn Hering mich jetzt nicht unbedingt umgehauen hat (ich esse keinen Fisch). Das Schnitzel war allerdings umso besser 😉
Das Bier (BIER! BIER!) war ebenfalls hervorragend.
Während des Essens gesellte sich in die doch etwas skurrile, aber dafür umso liebenswertere Location, ein Pianist hinzu, der von Rihanna bis The Beatles alles in die Tasten schmetterte, was die Pop- und Rockgeschichte zu bieten hat.

Der Restaurantbesitzer sammelt übrigens Schafe. Also, keine echten (denke ich, hoffe ich, möchte ich nicht wissen), sondern aus Holz, Plastik, Plüsch, alle Formen und Größen. Wer sich also – Achtung, Alliterationsattacke – nicht von fusseligen Flausche-Freunden beim feuchtfröhlichen Biergelage beirren lässt, der is(s)t hier genau richtig!

Die Unterkunft

Wie gesagt, ich habe auf einem Hausboot im Hafen von Stettin übernachtet. Das habe ich über Airbnb gefunden und wird euch ziemlich weit oben angezeigt, wenn ihr danach sucht.
Ansonsten sind auch die Hotels in der Innenstadt nicht teuer, ebenso wie die Airbnb Wohnungen – ich habe ein paar coole Studiolofts gefunden, die waren aber aufgrund von akuter Spontanität ausgebucht. („Ich will aber MORGEN nach Stettin! Nein, ich muss da nichts planen, ich mach‘ das einfach, ich WILL aber….warum??? WARUM?? Na…deswegen halt!“)


Cafés in Stettin

Was ich empfehlen kann, ist das „Etno Café“ – da gibt es, typisch Berlin und Co, Hummus-Bagel, abgefahrene Torten und einfach guten Kaffee.

Also, wie ihr seht: Essen und Trinken kann man hier auch!
Polen ist günstig und die Stadt an sich wirklich schön.
Ich denke, dass ich hier des öfteren hinkommen werde, wenn ich mal wieder raus aus Berlin muss…

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8 Comments

  • Reply Rebecca 23. Januar 2018 at 20:09

    Ein schöner Beitrag. Ich war noch nie in Stettin. Es sieht aber so schön aus. 🙂 Vielleicht reise ich auch mal dorthin. 🙂

    Liebe Grüße
    Rebecca

  • Reply Jana Kalea 24. Januar 2018 at 4:43

    Ein toller Travel Guide mit richtig schönen Fotos. Stettin hatte ich bisher als Ziel nie so „auf dem Schirm“, aber es scheint sich ja wirklich zu lohnen. Werde ich mir auf jeden Fall merken.

    Liebe Grüße
    Jana
    http://www.comfort-zone.net

  • Reply Sara 24. Januar 2018 at 12:45

    Oh wie spannend! Ich war tatsächlich noch nie in Polen, aber das scheint mir eine Reise wert. 😉
    Danke für die Tipps!

    Liebe Grüße
    Sara | missesviolet

  • Reply Michelle Früh 24. Januar 2018 at 13:52

    Das klingt ja toll und die Bagels sehen so unheimlich lecker aus.
    Mag auch so einen
    Liebe Grüße Michelle von beautifulfairy

  • Reply Milli 24. Januar 2018 at 15:26

    Also der Vergleich mit Dortmund und Münster ist super. Da hatte ich grad auf jeden Fall ein paar Bilder vor Augen. Ansonsten ist Polen wahrscheinlich kein Land bei dem man als erstes daran denkt einen Urlaub zu buchen. Aber warum eigentlich nicht? Man sollte definitiv öfters Städte besuchen, die abseits von den normalen Touri-Routen liegen.

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

  • Reply Marie 24. Januar 2018 at 19:39

    Stettin stand bis jetzt noch gar nicht auf meiner Reiseliste – bis jetzt. Denn ich finde deinen Eindruck ganz schön und ich freue mich immer über neue Impressionen. Vielleicht ist Stettin wirklich eine Reise wert. Alles Liebe Marie

  • Reply Andrea 26. Januar 2018 at 19:06

    Das Essen sieht soo gut aus!!

  • Reply Meri 27. Januar 2018 at 3:28

    Ich war noch nie in Polen, aber ich möchte so gerne einmal hin 🙂 Deine Bilder von Stettin sind tolle Momenteaufnahmen.

    Meri – The Stylelicious

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