FASHION

Weniger kaufen, länger glücklich sein

24. Februar 2015
Jacke_Streifen

Heute kommt noch einmal eine Outfitstrecke mit langen Haaren – denn wer mir auf Instagram oder Facebook folgt, hat sicher schon gesehen, dass sie mal wieder ein ganzes Stück abgekommen sind und ich somit einen Bob habe. Und ich bin sehr, sehr, sehr zufrieden. Morgen kommt ein ganzer Bericht über meinen Besuch bei Bubert.

Dieses Outfit ist also vor ein paar Tagen entstanden – und zum zweiten Mal seht ihr hier diese Lederjacke. Und auch die Tasche oder der gestreifte Cardigan sind nicht neu für euch.

„Wie kann das sein, du als Fashionblogger musst doch jedes Mal eine andere Jacke anziehen, oder am besten gar keine und High Heels bei dem Wetter, du bist doch Fäääschn…“ Stop. Ich habe es mir angewöhnt, weniger und dafür bewusster zu kaufen. Vielleicht auch mal eine Sache, die etwas teurer ist, anstatt 10 Sachen für jeweils 10€. Ich denke nicht, dass der Satz „Modeblogger gehen andauernd shoppen“ stimmt. Und ich denke auch nicht, dass es eine Kunst ist, sich andauernd neue Sachen zu kaufen, sondern sie besteht darin, sie immer und immer wieder neu in Szene zu setzen. Ich habe so langsam meinen Stil gefunden – was man ja am Anfang von mir und meinem Blog nicht behaupten konnte – und ich achte immer mehr darauf, weniger zu kaufen, dafür aber gezielter. Mehrfach überlegen: Brauche ich das oder will ich das nur jetzt gerade haben? Noch gelingt es mir natürlich nicht immer, mich zusammenzureißen, aber es ist ja auch kein Meister vom Himmel gefallen.

Wie denkt ihr darüber? Habt ihr das Gefühl, ihr kriegt mehr, wenn ihr wirklich mehr Teile habt für euer Geld, oder wenn ihr etwas hochpreisiger kauft und länger etwas davon habt?

Gesteppte_Tasche_Silber Jacke_Streifen Offene_Handschuhe

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7 Comments

  • Reply Vita 24. Februar 2015 at 23:36

    Je nach Kleidungsstück handhabe ich das unterschiedlich. Aber größtenteils gilt bei mir das Motto: Lieber etwas tiefer in die Tasche greifen und dafür dann mehr davon haben :)

  • Reply linaplus 25. Februar 2015 at 1:11

    ich muss sagen, dass ich nicht das gefühl habe, dass teurere Sachen so viel länger halten. Ja, ich fühle mich wertiger damit – und das ist eigentlich auch falsch. Naja, wie man’s dreht und wendet ists nicht richtig.

  • Reply Stefanie 25. Februar 2015 at 8:58

    „…Kunst ist, (…) sie immer und immer wieder neu in Szene zu setzen.“ Schön gesagt und wunderbarer Ansatz. Wobei ich denke, dass bewusster kaufen nichts mit dem Preis zu tun hat. Es braucht auch kein Mensch 10 identische Sachen von H&M – aber die fallen auch nicht gleich nach dem ersten Mal auseinander. Soll heißen: bewusster kaufen bedeuted für mich einfach weniger zu kaufen, ob dabei günstig oder etwas hochwertiger, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. :)

  • Reply Tesa 25. Februar 2015 at 10:54

    Teuer ist nicht gleich hochwertiger. Ganz im Gegenteil – „teure“ Marken werden oft in den gleichen Fabriken produziert wie H&M, Primark und Co. (ein Hoch also auf die Primark-Basher, die ihre eigenen Made-in-Bangladesh Klamotten einfach ignorieren).
    Ich fände es super, wenn gerade der jüngeren Generation ein Bewusstsein hinsichtlich der Herkunft ihrer Kleidung geschaffen werden würde. Und Made in Germany (o.ä.) ist tatsächlich teurer, weil Arbeitskräfte hier einfach mal nicht so günstig sind – aber das Gefühl, dass das hübsche neue Top nicht von Kinderhänden für einen Hungerlohn zusammengeschnippelt wurde ist unbezahlbar.
    :-)

  • Reply Sabine 25. Februar 2015 at 11:28

    So wie Vita sagt, kommt es für mich aufs Kleidungsstück an: Ein weißes Shirt brauche ich nicht von Armani, um es mal einfach auszudrücken, denn das kann eben keine 5 Jahre halten und man sieht ihm die Wertigkeit auch nicht in einem Maße an, das es wert wäre. Im Allgemeinen kaufe ich aber inzwischen auch schon lieber wenige hochwertige Sachen – z.B habe ich EINE Winterjacke, aber eben eine wirklich warme von Wellensteyn. Trotz Studentenbudget habe ich mir jetzt nach 5 Jahren eine neue Handtasche von Liebeskind gegönnt und das ist einfach etwas ganz anderes. Ich schaue sie ständig verliebt an und weiß einfach, dass ich sie jahrelang lieben und den Kauf nie bereuen werde! Dann trage ich lieber immer dieselbe Handtasche und variiere dafür bei den Oberteilen, die auch gerne von H&M sein dürfen 😉

  • Reply Susi 25. Februar 2015 at 22:36

    Wirklich hübsch, du bist richtig fesh, ich liebe deinen Blog <3 :)))

  • Reply Vivien 27. Februar 2015 at 16:02

    Kommt bei mir auch ganz drauf an! :) Grundsätzlich versuche ich seit Jahren, bewusster zu kaufen und halte mich teilweise sogar vom Sale zurück, einfach weil dort die Hemmschwelle geringer ist, Kram zu kaufen den man nicht braucht, nur weil es plötzlich günstiger ist – und Schwupp-di-Wupp hat man trotzdem 70€ ausgegeben, zwar für 5 Teile von denen man am Ende 1-2 trägt, aber hey!

    Ich habe meist bestimmte Vorstellungen wenn eine neue Saison anbricht von Dingen, die ich haben möchte und „brauche“ und diese kaufe ich dann auch. Früher war das ein wenig maßloser und auch unnötiger. Und natürlich passiert es mir auch heute noch öfter, dass ich mich in einzelne Stücke spontan verliebe und dann eben das 20. Kleid kaufe – aber ich denke, das ist okay. Das ganze ist ein Prozess und muss nicht von heute auf morgen perfektioniert sein.

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