LIFESTYLE

Lifestyle: Die Liebe braucht keinen Tag

11. Januar 2017

*in liebevoller Zusammenarbeit mit Radbag

Das, was der Einzelhandel mit Weihnachten macht – monatelanges, in die Länge gezogenes Ausschlachten und überschütten mit Schokoladenweihnachtsmännern, pünktlich zum Herbstanfang im September – geschieht auch mit Valentinstag. Immer dann, wenn das „Fest der Liebe“ am 27.12 vorbei ist, wird ein neues Fest der Liebe eingeläutet: Der 14.02. Valentinstag. Ein Grauen für Singles, ein größeres Grauen für Pärchen.

Was schenken? Schenken? Lassen? Totstellen?

Ziemlich schnell stellt sich uns, vor allem am Anfang einer Beziehung, die Frage, ob und was wir schenken könnten. Oder sollten. Das ist ja immer so eine Sache: An Tagen, die in unserem Zeitgeschehen völlig irrelevant waren, dazu gezwungen sein, jemandem etwas zu schenken und doch bitte seine Liebe zu zeigen! Feste, die gefeiert werden, weil es nicht unser Herz von uns will, sondern die Kaufhäuser dieser Welt das von unserem Kontostand verlangen.
Und trotzdem, ich habe immer irgendwie etwas erwartet an diesem Tag. Und wenn ich jetzt, wo ich ein wenig älter bin, zurückblicke, schüttelt es mich, wenn ich nur daran denke, an diesem Tag auf Blumen gewartet zu haben und an 364 anderen Tagen im Jahr nicht. Das ist ein wenig wie Beerdigungen: Da schenkt man auch immer Blumen und erwartet diese.

Schlimmer als dafür ist eigentlich dagegen

Ich muss aber auch sagen, dass ich ebenfalls diese völligen Anti-Alles Menschen nicht ertrage. Die, die schon Wochen vorher immer wieder betonen, dass sie genau an diesem Tag auf gar keinen Fall und aus Protest nicht einmal vor die Tür gehen oder keine Bäume angucken, weil sie zu sehr an Blumen erinnern. Dass sie jeden Tag ihrem Partner sagen, dass sie ihn lieben, nur genau da nicht. Ich denke, das muss nicht sein.

Ich kann verstehen, dass es Feste gibt für gewisse Tage und hey, man soll die Feste ja so feiern, wie sie fallen. Aber manche Feste sind einfach, leider leider, und wir wissen das auch, leider leider, nur industriegemacht. Da ist kein Zauber hinter und bei genauem Hinsehen haben sie einen bitteren Nachgeschmack. Sogar Salz sieht aus wie Zucker und deswegen lohnt sich manchmal genaues Hinterfragen und ja, dabei stellt sich die Frage:
Brauchen wir einen Tag, um die Liebe, die wir empfinden, öffentlich zu zeigen?

Liebe ist fest, Liebe ist flüssig

Sollten wir an diesem Tag besonders oft Kuscheltiere von der Tankstelle in Herzform mit meist einer Maus oder einem Hasen, die eigentlich ein Bär sein sollten, kaufen? Sollten wir genau dann Rosen kaufen, wobei doch Tulpen so viel schöner sind? Ist ein Herz aus Teelichtern wirklich die Art von Romantik, die wir brauchen, um uns geliebt zu fühlen?
Oder heißt Romantik nicht Rosenblätter auf dem Bett und Champagner im Glas (ok ok, Champagner geht immer), sondern Vertrautheit und das Wissen, dein Partner steht für dich ein, egal, worum es geht?
Ist ein Lebkuchenherz wo „Schatz“, „Mausbär“, oder „Meine Zicke“ draufsteht wirklich so viel schöner als ein einfaches, unerwartetes nach der Hand greifen, die Fingerkuppe berühren, ein Lächeln, ein „Ich weiß, ich auch“-Blick. Und brauchen wir für all die Gesten und all die Momente, Zeitlupe, eine Sekunde oder zwei, einen ganzen Tag, der uns vorgeschrieben wird?
Ich denke nicht. Liebe findet nicht am 14.02 statt, sondern immer. Einfach so. In der Ubahn, an der Supermarktkasse, im Büro, im Wartezimmer beim Arzt. Liebe braucht keinen ganzen Tag, der im gehuldigt wird, Liebe braucht Zeit, einfach so, wenn sie da ist, wenn man sie sich nimmt. Sie muss nicht verbildlicht werden in Stofftieren und Blumen und all der kitschigen, herzförmigen Schokolade, damit wir auch kapieren, dass es was mit Liebe zu tun hat, sobald es ein Herz ist.


“Liebe ist nicht herzförmig. Liebe hat keine Form, Liebe ist nicht fest, Liebe ist nicht flüssig. Liebe hat die Form eines Menschen, eines Grübchens, wenn sie lächelt, eines Wimpernschlages, wenn er wieder so guckt, wie er es immer tut, wenn er nachdenkt. Liebe hat die Form von Pfingstrosen, von Schneekristallen im März um 05:00 Uhr morgens. Liebe sieht aus wie Weißwein oder Kaffee am Morgen. Sie hört sich an wie Bach und Beethoven und Clean Bandit und Muse und das Lachen deiner besten Freundin und für manche sogar wie Nickelback, wieso auch immer.
Aber egal. Das müssen wir nicht verstehen. Wir müssen es nur fühlen, irgendwann. Nicht an einem Tag im Februar. Sondern vielleicht im Mai. Oder Oktober. Oder gar nicht. Oder immer.”


 

Auch wenn ich im #TeamLiebe bin, bin ich doch im #AntiValentinstagsteam. Die Blogparade von Radbag ruft dazu auf, euch für ein Team zu entscheiden: Seid ihr, meine lieben Blogger, wie ich im #AntiValentinstagsteam oder im #ProValentinstagsteam?
Druckt einfach die Karte eurer Wahl aus und finde drei Geschenke aus dem Shop, die dafür oder dagegen sind.
Und das macht ihr natürlich nicht einfach so, sondern ihr könnt etwas gewinnen – für euch, die beste Freundin oder tatsächlich euren Liebsten 😉
Ihr könnt zwei Übernachtungen in einem 25hours Hotel eurer Wahl gewinnen und ein radbag Paket im Wert von 150€ obendrauf.

Also, an die Tasten, fertig los: Share the love – or not!

 

 

 

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