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#taratalks: Mach Schluss mit mir! [Werbung mit myself]

26. November 2018
Ich hole Nachschub. Der erste Eisbecher ist erstaunlich schnell leer geworden und meine Freundin weint erstaunlich viel dafür, dass ihr Freund und sie doch erst so kurz zusammen waren.

„Es bringt nichts, mir zu sagen, dass er es nicht wert ist“, bringt sie hervor, „ich weiß das. Nur ich war es anscheinend auch nicht wert, dass man mir ins Gesicht sagt, dass es nicht mehr passt“. Sie schüttelt den Kopf und greift dankbar zum Brownie-Schokoladen-Eis. „Scheiß feige Typen“ grummelt sie und ich kann nichts anders, als zustimmend nicken.

Seit wann ist es so schwer geworden, etwas nicht mehr zu wollen?

In unserer Gesellschaft sind ganz normale Beziehungsmodelle schon eine Rarität geworden. Niemand will sich so richtig binden und wenn doch, dann eher nur, damit man im Herbst und Winter nicht so alleine ist, oder weil es im Sommer Spaß macht, dann abends doch noch mal auf einen Drink rauszugehen, ohne sich extra dabei auf Tinder anzumelden.

Aber einfach so, mit jemandem zusammen sein, weil man diese Beziehung will? Weil man diese Person liebt, so richtig, eine Familie gründen will, zusammen sein will? Das ist zu anstrengend. Das ist mit Arbeit verbunden. Denn sobald etwas mal nicht Blumen Hasen Sonnenschein ist, dann …next.

„He asked me for a second date but I took the money“

Dating ist Volkssport geworden. Meine Freundin teilt ihre Lover in Nationalitäten ein, die andere macht 2-3 Tinder Dates an einem Abend und entscheidet sich dann für den für die Nacht, der ihr am besten gefallen hat. Tja und die Männer…20 Frauen sind da keine Seltenheit. „Joa, man dated sich so, geht ins Bett, und merkt dann, ah ne, passt doch nicht…“

Und wo ist da die Intimität? Was genau ist dann noch was Besonderes, wenn es alle haben können, alle kriegen können?

Und dann hört es einfach auf, weil es ja auch so anfing – wie bei allen anderen auch

Dann irgendwann triffst du einen, der dir sagt, er mag dich mehr als die davor – und du weißt nicht, ob das stimmt und wie viele „die davor“ jetzt heißt. Du schreibst ihm, ihr trefft euch, er schreibt dir, und eigentlich ist alles gut, denkst du. Er sagt nichts, alles ist gut – und dann? Dann weniger, dann nichts mehr und irgendwann erwartest du keine Antwort mehr auf die Frage „Wieso sind wir eigentlich nicht fest zusammen?“ und irgendwann erwartest du keine Antwort mehr, weil du weißt, bei Whatsapp Online sein heißt nicht, dass er dir schreiben wird.

Du fragst dich, was du falsch gemacht hast, was falsch an dir ist, dass jemand, der dir nah war, so mit dir umgehen kann. Und das ist das Problem.

„Und das ist das Problem“, sagt meine Freundin – sie weint nicht mehr, sie ist wütend – „dass ich finde, dass ich verdient habe, dass man mir sagt: Hey du, das mit uns, das passt nicht. Ist das so schwer geworden? Ist es einfacher, feige zu sein? Ich kapier das nicht.“
„Ich auch nicht.“ antworte ich und wir gucken aus dem Fenster – es regnet.

Das Thema Schlussmachen ist so eine Sache. Macht man Schluss, kann man nie der Gute sein. Aber man kann zumindest besser als Schlecht sein. Man kann es fair machen und weniger verletzend. Welche verschiedenen Typen des Schlussmachers es gibt erfahrt ihr in der Dezember Ausgabe der neuen myself.

Habt ihr Erfahrungen mit Ghosting gemacht?

Die neue myself gibt es überall am Kiosk zu kaufen.

 

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