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Travelguide: Geheimtipp Danzig – eine bernsteinfarbene Stadt am Meer

18. September 2018

“WO willst du hin?!”
“Nach Danzig”
Er guckt mich etwas irritiert an.
“Und…was willst du da?”
Tja. Wusste ich auch nicht so genau.
Danzig war das, was das Internet ausgespuckt hat, was alle meine Kriterien erfüllte: kein Flugzeug nötig, nicht zu zu teuer, am Strand und nicht zu weit weg und trotzdem ein anderes Land.

Danzig kannte ich nur von der Danziger Straße in Berlin, weil ich direkt dort wohne – aber wirklich Gedanken gemacht habe ich mir um diesen Städtenamen – oder welche Stadt genau dahintersteckt – nicht.
Meine Freundin sagte, als ich mitteilte, dass ich nach Danzig fahre, seit wann ich denn Urlaub in Deutschland machen will.
Der Witz funktioniert übrigens seither auf jeder Party.

Aber Danzig, sag doch mal: was macht dich aus?

  • 1,5 Millionen Touristen besuchen die Hafenstadt jährlich
  • Im Mittelalter galt Danzig als eine der reichsten Städte der Welt
  • Danzig ist die Stadt des weltweiten Bernsteinhandels – es gibt das versteinerte Harz hier überall zu kaufen
  • Sopot (Zoppot) gehört zusammen mit Gydina und Dansk zum Ballungsraum “Dreistadt” und hat malerische Strände – das “Südfrankreich Polens”
  • Man kann EXTREM günstig Essen und Trinken – vor allem das Bier ist fantastisch
  • Die Innenstadt wurde im Krieg fast komplett zerstört und nach und nach wieder nach altem Vorbild nach- und aufgebaut
  • Die Marienkirche in der Innenstadt ist eine der größten Hallen- und Backsteinkirchen weltweit

Um in Danzig also etwas zu erleben, hat man viele Möglichkeiten.
Wir selbst sind auf die Marienkirche in Danzig geklettert – und ja, ich sage mit Absicht GEKLETTERT, denn danach war ich völlig erledigt. Für Normal-Fitte Menschen ist der Aufstieg sicherlich kein Problem und man hat eine wunderschöne Aussicht auf die Altstadt.

Essen und Schlafen in Danzig – meine persönlichen Hot Spots in Gdansk

Unser Hotel war nicht ganz günstig für Polen, allerdings sehr sehr gut. Wir haben für 4 Nächste knapp 300 Euro bezahlt und das Hotel war wirklich fantastisch. Es war mitten in der Innenstadt, die nicht besonders groß ist, und so waren wir immer mitten im Geschehen.

Essen kann man an verschiedenen Stellen. Unser liebster Sport war auf einer erhobenen Terrasse mit Blick auf die Straßen Danzigs. Die Frauengasse in Danzig bietet einen besonderen Anblick: überall sind kleine Treppen und vordere, hauseigene Terrassen, auf denen sich kleine Cafés, Restaurants oder Läden, die Bernstein verkaufen, befinden.

Auch am Wasser, direkt in der Innenstadt, kann man gut essen. Wenn man etwas tiefer in die Tasche greifen will, ist das Goldwasser Danzig perfekt. Für Frühstück kann ich das Retro Café empfehlen: spottbillig und wirklich gut. Versucht das Porridge dort! Das war fantastisch.

Ihr könnt natürlich auch eine Schiffstour durch die Altstadt machen. Ich empfehle euch allerdings, zum Strand zu fahren. Es ist nicht weit nach Zoppot, wo ihr “die Mole” besichtigen könnt. Sie ist mit 512 Metern die längste Seebrücke Europas. Eigentlich ist es aber keine Brücke, sondern ein Steg und auch kein See, sondern das Meer, aber hey … wir wollen ja nicht kleinlich sein. Der Anblick ist wirklich malerisch!

Auch gibt es dort kleine Läden, eine tolle Altstadt, gute Restaurants und ein kleiner Geheimtipp von mir: Bernstein ist hier viel günstiger. Wenn ihr also original Bernstein aus der Region kaufen wollt, dann lieber dort als direkt in Danzig vor Ort.

Zusammengefasst heißt das also? Was sollte ich in Danzig machen?

  • Frühstücken im Café Retro

  • Abendessen im Restaurant Goldwasser

  • Zum Strand nach Zoppot fahren und über die längste Seebrücke Europas gehen

  • Traditionelles polnisches Bier trinken

  • die Marienkirche erklimmen und die Aussicht genießen

  • die Frauengasse bewundern

  • Bernstein nicht direkt vor Ort kaufen

  • die Altstadt auf sich wirken lassen

Ich hoffe, ihr werdet bald nach Danzig fahren und mir mitteilen, wie ihr es fandet!

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