LIFESTYLE

Über falsche Leute und falsche Schmerzen

19. Dezember 2014

 Ich habe lange überlegt, ob und was ich dazu sage, wieso ich im Krankenhaus war. Fast zwei Wochen habe ich jeden Tag daran gedacht, wie ich es sagen soll, wenn ich es denn sage. Heute bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich darüber schreiben werde – und dies hier wird wohl der ehrlichste Text von mir, den ich je schreiben werde und den ihr je von mir lesen werdet.

Ich stehe hinter keiner Mauer, sondern hinter Milchglas.

 Als Bloggerin ist man immer ein Stück weit transparent. Viele Menschen, die glauben, einen zu kennen, “kennen dich jetzt erst recht”, denn sie lesen ja deinen Blog – und urteilen. Nein, sie VERurteilen. Sie nehmen deine Sätze auseinander, analysieren jedes Bild und von “Die sieht in echt eh nicht so aus!” von fast Fremden bis hin zu “Ich will nicht mehr mit dir befreundet sein, du hast dich so verändert…” habe ich in meinen zweieinhalb Jahren Bloggen alles erlebt.

Niemand hat mir all die Dinge gesagt, als ich damit angefangen habe. Niemand hat mir gesagt, dass ich auf den dörflichen Straßen mit Blicken verfolgt werde, egal wohin ich gehe, niemand hat mir gesagt, dass jeder jetzt eine Meinung über mich hat und sich jeder auch das Recht herausnimmt, diese öffentlich kundzutun – egal, ob man gefragt wurde oder nicht. Niemand hat mir gesagt, dass ich dadurch Freunde verlieren werde, Leute, von denen ich dachte, sie gehen nie.

Allerdings kann ich auch dankbar sein. Denn die Leute, die gegangen sind, waren schon viel zu lange in meinem Leben und haben viel zu viel Zeit in Anspruch genommen, die ich viel besser hätte nutzen können. Denn wer geht, hatte nie vor zu bleiben. Den Charakter eines Menschen sieht man eben doch nicht bei der ersten Begegnung, sondern  bei der letzten.

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“I’m not breaking down – I’m breaking out!” – Muse, Hysteria

Die letzte Zeit war hart für mich. Ich habe in diesem Jahr viele Menschen aus meinem Leben geschmissen, Grenzen gezogen, gehandelt, wo ich lange genug nichts getan habe und ich wurde gnadenlos ehrlich. Wenn jemand einen Fehler gemacht hat, habe ich es nicht runtergeschluckt, weil ich dachte, dass das besser ist. Ehrlicher. Dass das mehr geschätzt wird. Aber dem ist nicht so. Leute wollen nicht hören, wenn sie was falsch machen. Sie wollen gelobt werden, immer weiter, immer höher, immer mehr, bis sie irgendwann blind gegen eine Mauer rennen, gegen das Schild, die Leuchtreklame “Hier geht es nicht weiter, denn du hast zu viele Fehler gemacht, hat dir das denn niemand gesagt?”. Und die Leute stoßen sich dann den Kopf und drehen sich wutentbrannt zu den immerzu Lobenden um und fragen “Wieso hast du mir das nicht gesagt?” Und die einzig logische Antwort ist “Weil du nicht wolltest.” Und dann beginnen die Leute dich zu hassen, weil du nicht gesagt hast, dass sie sich verrannt haben. Aber wenn du es ihnen sagst, direkt am Anfang, wo sich sonst noch niemand traut, dann hassen sie dich auch. “Wie kannst du sowas sagen”. Wie kannst du sowas nicht hören wollen?

Ja, wie man es macht ist es falsch. Und das ist keine abgedroschene Phrase sondern pure Realität. Wenn jemand dich nicht mögen will, findet er Gründe. Wenn jemand dich nicht in seinem Leben haben will, findet er ebenfalls Gründe. Wenn unten im Kühlschrank die Milch umfällt, zwei Häuser weiter, wer ist Schuld? Du. Wieso? Ist halt so. Tschüss Logik, hallo blinder Hass. Was man nicht machen darf, ist sich von solchen Dingen runterziehen zu lassen. Von Menschen, die alles dafür tun würden, dich leiden zu sehen, von Menschen, die einmal alles dafür getan haben, dass es dir gut geht. Das ist nämlich das Schlimmste: Begreifen, wann ein Freund zum Feind wird. Wann der Gute der Böse wird. Und verstehen, dass der Gute nie gut war, sondern immer nur eine Fassade aufrecht erhalten hat. Es gibt nicht umsonst genug Filme darüber, wie der beste Freund zum Rivalen wird. Bis zum bitteren Ende, bis einer weint. Aber natürlich ist das nicht bei allen so. Aber ich bin ehrlich: Man sollte vorsichtig sein. Immer. Klar, ich kenne diese Sprüche “Ich vertraue nur mir selbst”, blablabla. Aber der Mensch ist nicht so. Einmal passt man nicht auf und zack – wieder ein Mensch mehr in deinem Herzen. Und der kann es dann strategisch von innen heraus zerstören. Und du? Du guckst nur zu und gehst langsam in die Knie.

Ich habe in der letzten Zeit viel geweint, zu viel. Aber nicht, weil ich zusammengebrochen bin. Ich war nur am Boden, um wieder aufzustehen. Ich bin nicht zusammengebrochen – ich bin ausgebrochen. Aus falschen Welten und falschen Versprechen.

“Aber du denkst zu viel, das zehrt!” – Woyzeck

Ich fühle zu viel. Zu viel auf einmal, es ist schwer für meinen Kopf, das zu verarbeiten. Wenn jemand stirbt, sterbe ich mit. Wenn jemand lacht, lache ich mit. Wenn jemand weint, weine ich mit. Ich bin immer mit dabei, für mich gibt es keine gedämpften Gefühle. Für mich gibt es auch kein Vorspielen oder Verstellen. Ich bin echt, und ich ertrage es nicht, wenn mir Leute ins Gesicht lachen, nur um sich in der nächsten Minute umzudrehen und zu sagen, wie scheiße sie mich finden. Ich sag das dann lieber direkt. Manche halten das für Arroganz, ich nenne das Ehrlichkeit. Ich habe nichts davon, anderen etwas vorzumachen. Leider ist das sehr selten und durch die sozialen Medien wird es nicht gerade besser. Im letzten Monat war ich nur unterwegs und habe mehr Eindrücke als im ganzen Jahr gesammelt, mehr nachgedacht als je zuvor und mehr gefühlt als je zuvor. Alles auf einmal, ungefiltert.

Und dann bin ich nach tagelanger Rennerei zum Arzt und nächtlichen Notarztpraxen, Neurologen, MRTS und EEGS im Krankenhaus gelandet.

Ich erspare euch die Details, aber heraus kam am Ende: Depressiv. Angsterkrankung. Panikattacken.

Und nein, ich wollte das nicht akzeptieren. Ich kann kein Spagat und keinen Marathon laufen, aber was ich kann ist denken und fühlen. Aber genau das war gestört – ich hatte Schmerzen, über Wochen, ohne einen physischen Grund. Aber mein Kopf hat mir dadurch vermittelt: Stop. Bis hier hin und nicht weiter. Du brauchst Ruhe. Eine Auszeit. Hör auf, bitte.

Und ich habe mir eine Auszeit genommen. Vieles Revue passieren lassen. Akzeptiert, dass auch Actionfilme mit Bösewichten im realen Leben existieren, dass es 7 Milliarden Menschen, aber 14 Milliarden Gesichter gibt, dass es in Deutschland zwar keinen Krieg gibt, aber tausend Kriege in meinem Kopf und dass es Menschen gibt, die absolut keine Sekunde deines Lebens verdient haben. Meine Freundin sagte heute, dass man nur auf sein Bauchgefühl hören muss – das sagt einem schon, was richtig ist. Und das stimmt wirklich. Man muss nur genau hinhören, denn man weiß selbst besser als man denkt, was gut und schlecht für einen ist.

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23 Comments

  • Reply Wowoleco 19. Dezember 2014 at 20:25

    Liebe Tara,
    ich denke, ich kenne diese Gefühle. Warst du nicht auch Jungfrau vom Sternzeichen? Ein zeichen das immer alles analysiert? Das immer helfen will, und dem dämlich Drang ausgeliefert ist, etwas in der Welt zu verbessern?
    Ich bin am 23.08 geboren, gerade so zwischen Löwe und Jungfrau und glaub mir- ich kann das irgendwie nachvollziehen. Man grübelt so viel über sein Umfeld. WIESO handelt jemand so dämlich?! Wieso sind sie so intrigant? Wieso tragen sie alle ständig Masken? Wieso zählt immer nur eine Zahl auf dem zeugnis, auf dem Konto um etwas zu sein- um erwünscht zu sein?
    Ich finde es super, dass du dich dazu entschlossen hast, gnadenlos ehrlich zu sein! Lügen sind widerlich. Ich kann zum beispiel gar nicht lügen.

    Es tut mir leid, dass du so eine Diagnose gestellt bekommen hast. Das klingt echt hart. Bist du dir sicher, dass sie richtig ist? Nicht, dass du an einen dieser Ärzte geraten bist die gerne mal lapidar irgendwelche Diagnosen stellen, um ihre Besucher abzuwimmeln. Mit dem Begriff Burnout oder AHDS werfen die ja auch um sich, wie andere Leute mit Vogelfutter im Park!

    Ich wünsche dir jedenfalls gute Besserung. Und google mal den Begriff “Hochsensibilität”.

    Alles liebe,
    Anne (die, mit der Masterarbeit… )

  • Reply Col Waki 19. Dezember 2014 at 21:04

    Mein Neurologe hat auch mit der Diagnose Burnout um sich geworfen. Nicht um sich geworfen, er hat mir damit das Leben gerettet. Ich habe abgenommen, meine Arbeit wurde immer schlechter, ich habe mir nur Gedanken gemacht. Ich hatte Schmerzen, überall, sie traten meistens bei Stress auf. Jetzt muss ich jede Woche antreten und man bringt mich wieder in die richtige Bahn. Und ganz ehrlich, ganz viele Menschen können mich mittlerweile mal kreuzweise, ich lasse mich nicht mehr kaputt machen und du wahrscheinlich zukünftig auch nicht.

    Achso, ich bin nicht vom Sternzeichen her Jungfrau oder sonstwas, ich bin Zwilling, oder wie ich es nenne, Zwiebelring. Willkommen im Club der Sensibelchen, wie der Volksmund so schön sagt. Aber es gibt Wege heraus und ich höre ehrlich gesagt lieber auf meinen Bauch, obwohl ich eindeutig ein Kopfmensch bin.

    • Reply fashionlunch 19. Dezember 2014 at 21:10

      Du bist so ein süßer Zwiebelring, danke für deinen Kommentar! Und stay strong, ich weiß, du hattest es nicht leicht und ich bewundere dich! 🙂

    • Reply Wowoleco 19. Dezember 2014 at 21:13

      Ich wollte damit auch keinesfalls die Leute angreifen, die tatsächlich von psychischen Erkrankungen betroffen sind! Nur, die Worte “Angsterkrankung” oder “Depressionen” sind schon ganz schön mächtig.
      Ich persönlich würde sowas immer lieber zweimal von unabhängigen Ärzten checken lassen…

      • Reply fashionlunch 19. Dezember 2014 at 21:23

        Nein nein, du hast keinen Angegriffen. Ich sagte ja im Text, dass ich euch die Einzelheiten erspare und ich weiß auch genau, was du meinst und sagen willst: Allerdings haben es bei mir vier verschiedene Ärzte unabhängig voneinander diagnostiziert. Bei den ersten dreien habe ich es nicht geglaubt, aber als der vierte das Selbe sagte, habe ich angefangen, es zu akzeptieren und seitdem geht es mir viel besser. Ich bin auch der Meinung, dass ich nicht krank oder depressiv bin, sondern dass ich einfach in ein Loch gefallen bin, aus dem ich schon wieder rausgekommen bin – meine Knie wackeln nur beim neu Laufen lernen etwas 😛

        • Reply Wowoleco 20. Dezember 2014 at 14:12

          Schön gesagt 🙂
          Nimm dich einfach ein wenig zurück und mache Dinge, die dir gut tun 🙂
          So eine Diagnose ist sicherlich ein ziemlicher Schlag ins Gesicht- ich wünsche dir daher wirklich alles Gute 🙂

  • Reply alex 19. Dezember 2014 at 21:27

    Ich verstehe dich gut. Dieses Jahr ging es bei mir auch drunter und drüber. Ich bin echt froh darüber, dass ich erkannt habe, wie falsch manche Menschen sein können. Besser jetzt als später.
    Machst du eine Therapie? Ich hoffe, dass es dir bald besser geht. Nach so großen Enttäuschungen kann es ja nur noch bergauf gehen 🙂
    ich finde es auch echt mutig, dass du so etwas persönliches veröffentliches. Auch wenn du ganz genau weißt, dass du deshalb von wild fremden menschen vielleicht verurteilt wirst.

    Ich wünsche dir jetzt schon mal froh weihnachten und einen guten rutsch 😀

    • Reply fashionlunch 19. Dezember 2014 at 21:51

      Nein, ich mache keine Therapie und ich werde auch kein Antidepressiva nehmen. Was ich jetzt genau machen werde? Weiter. Ich mache einfach weiter. Und dann wird es mir bald besser gehen bzw mir geht es schon jetzt besser. 🙂

      Danke für deinen Kommentar und das wünsche ich dir auch! 🙂

      • Reply Col Waki 19. Dezember 2014 at 22:47

        Ich muss einmal die Woche zum Gespräch beim Psychiater antreten. Keine echte Therapie, ein Gespräch. Weitermachen geht bis zu dem Punkt, an dem es lähmend wird. Den Punkt hatte ich erreicht. Antidepressiva? Will ich nicht, ich will wieder ICH werden. Nicht das ICH, was ich momentan bin, sondern das ICH, was ich wirklich bin. Aufstehen, Krönchen richten und sich auch mal fallen lassen.Dann biegt man die Knien halt nicht sofort komplett durch, langsam geht die Kuh zum Grasen.

        Ich habe hier auch einen derartigen Artikel vorliegen, bereits seit über einer Woche, aber ob ich ihn veröffentliche, weiß ich nicht. Vielleicht poste ich erstmal ganz stumpf weiter über Schminke oder Sonstwas, ehe ich mal ein Bömbchen werfe.

  • Reply Lani 20. Dezember 2014 at 0:07

    Ich finde es so schwer irgendetwas zu deiner Situation zu sagen liebe Tara. Ich bewundere dich nur für deinen Mut. Deinen Mut, deinen Schmerz in Wort zu fassen und dich nicht davor zu schämen. Du bist schließlich auch nur ein Mensch. Ich wünsche dir alles Gute weiterhin! Du bekommst es wieder hin.

    “Why do we fall Bruce? So that we can learn to pick ourselves up.” — Batman Zitat. 😀

  • Reply Joleena 20. Dezember 2014 at 5:23

    Du bist schön. Innen und außen.

  • Reply Clarissa 20. Dezember 2014 at 12:33

    Wie jetzt, du hast Panikattacken und willst keine Therapie machen? Dann glaub ich ehrlich gesagt nicht, dass du welche hast. Panikattacken? Dein Ernst? Glaub mir, wer sowas hat, der versucht alles, damit es nie wieder passiert. Damit man nicht ständig einfach so von Atemnot, Herzrasen, und dem Gefühl, gleich zu sterben überrannt wird. Einfach so aus dem Nichts. Und die Depressionen verschwinden dadurch, dass man “auf seinen Bauch hört”? Hmm… Das ist ungefähr das letzte, was dann hilft.

    • Reply fashionlunch 20. Dezember 2014 at 13:51

      Du, ich bin mir fast sicher, dass vier verschiedene Ärzte unabhängig voneinander dazu in der Lage sind, eine einheitliche und somit korrekte Diagnose zu stellen. Allerdings muss sich nicht jeder mit Pillen vollballern, um sowas zu unterdrücken – es gibt sogar sehr viele Menschen, die das ohne Medikamente hinbekommen. Und ja, ich weiß, wie sich panikattacken anfühlen: ich weiß aber auch, dass sie irrational sind und kämpfe dagegen an und ja, das klappt ganz gut. 🙂

      • Reply Susi 20. Dezember 2014 at 14:06

        Mit Pillen vollballern klingt nicht gut. Manche Leute können nicht mehr anders. Ich denke, Tara hatte das Glück, wenn man es so nennen kann, relativ schnell und bestimmt aufzuwachen. Jede Krankheit ist anders. Ich habe schon verschiedenste Ausprägungen von Depressionen und Panikattacken erlebt- aber da gibt es kein: meins ist schlimmer oder du hast ja gar nix. Weil in dem Moment für DENJenigen seine Krankheit am schlimmsten ist und jeder entscheiden kann, welchen Weg heraus er nimmt.
        Und da ja Ärzte dabei sind- ich glaube, Tara wurde ausreichend beraten, was ihre Psyche angeht.

  • Reply Susi 20. Dezember 2014 at 13:52

    8 lange Jahre habe ich mit Depressionen, Panikattacken und Angstzuständen gelebt.
    Auch Sternzeichen Jungfrau. Immer besorgt um die Anderen. Immer hinterfragen, ob man etwas falsch gemacht hat. Bloss niemanden vor den Kopf stoßen- vielleicht hat der einen dann nicht mehr lieb und geht?
    Gleichzeitig eine Fassade aufrecht erhalten.
    Heute weiß ich: wenn ich alt und grau bin, möchte ich nicht auf ein solches fremdbestimmtes Leben zurückblicken. MEINE Träume verwirklichen, MEINE Wahrheiten aussprechen- und mich mit Leuten umgeben, die positiv und ehrlich sind. Du hast meinen höchsten Respekt, dass Du so offen mit allem umgehst, ich habe dafür sehr sehr viel länger, Jahre!, gebraucht.
    Wenn Du jemals Fragen haben solltest, zögere nicht, auch wenn wir uns so wenig kennen.
    Ich wünsch Dir alles alles Liebe, auf in ein neues Jahr, in dem wir UNSERE Wahrheit leben.
    Eine Umarmung aus München!
    Susi

    • Reply Wowoleco 20. Dezember 2014 at 14:16

      Das ist ja verrückt. Auch wenn ich mich hier jetzt selbst ein wenig in die Ecke der “Eso-Tanten” schiebe- komisch dass du ebenfalls so denkst und fühlst als Jungfrau. Da sollte man mal näher nachforschen 😉 Naja, eigentlich ist der Zwinkersmiley bei dem ernsten Thema unangebracht.

      • Reply Susi 20. Dezember 2014 at 14:27

        Jungfrauen gelten als sehr perfektionistisch und grübeln gern- und das treibt so eine Krankheit eben noch an. ;/

  • Reply Susi 20. Dezember 2014 at 14:28

    Und Zwinkern geht immer immer 😉

  • Reply Verena 20. Dezember 2014 at 16:09

    Du bist mit deinen Problemen auf jeden Fall nicht alleine. Ich leide seit 15 Jahren an einer Angststörung (bin jetzt 29) und habe immer noch ab und zu Panikattacken. Ich war allerdings früher auch in Therapie und zwei Mal in einer Klinik. Seit ich 15 bin, nehme ich ein Antidepressivum. Ich möchte zur Zeit auch nicht darauf verzichten, denn ein Rückschlag wäre jetzt wirklich nicht ideal.

    Ich wünsche dir, dass du es auch ohne Tabletten und Therapie schaffst. Auch, wenn ich finde, dass das eine enorme Hilfe ist.

    Liebe Grüße,
    Verena

  • Reply Tagesgedankler 20. Dezember 2014 at 17:09

    Ein sehr offener und ehrlicher Beitrag von Dir. Vielen Dank dafür! Ich habe ihn mit Interesse gelesen und bin der Meinung, dass Du Dich öfter so weit öffnen solltest – vielleicht sogar noch weiter. Nur Mut! Dies alles ist menschlich. Du wirst dadurch auf Dauer nur gewinnen. Auch das Schreiben in einem Blog kann eine Art “Therapie” sein und weiterhelfen. Da spreche ich aus eigener Erfahrung.

    Wie Du mit Deinen Panikattacken und depressiven Verstimmungen umgehst, das ist ganz alleine Deine Sache. Ich finde, da sollte sich niemand einmischen. Jeder weiß selbst am besten, wie sein Körper und seine Psyche funktionieren – auch Du, Tara-Louise, wirst (D)einen Weg finden, um die aktuellen Probleme zu bewältigen. Mit oder ohne Therapie. Mit oder ohne Psychopharmaka. Ich selbst bin zwar durchaus ein Anhänger von Therapien. Sie können helfen. Psychopharmaka lehne ich persönlich allerdings ab. Es muss auch anders gehen. Und das wird es. Du wirst sehen!

    Geh’ den Weg, den Du für Dich als “richtig” erkannt hast, unbeirrt und konsequent weiter! Du schaffst das. 🙂

    Tagesgedankler

  • Reply Kim Ahrens 12. Januar 2015 at 0:41

    Hab den Text jetzt erst gesehen und fand ihn sehr sehr lesenswert, weshalb ich auch einen verspäteten Kommentar da lasse. Ich habe auch jahrlange Depressionen gehabt und war über vier Jahre lang in psychotherapeutischer Behandlung deswegen. Man wächst so unglaublich daran, wenn man erstmal einen Weg gefunden hat, damit um zu gehen.

    Kann auf jeden Fall nach empfinden, wie es dir ging/geht. Gerade Angstzustände und Panikattacken sind so mit das ekelhafteste Gefühl, was ich jemals erlebt hab :/

    Aber wenn man weiß, woran man leidet ist das ja der beste Weg damit umgehen zu können 🙂 Geht alles wieder bergauf ♥

  • Reply Ich fühle zu viel - THE3RDVOICE.NET // Modeblog, Fashionblog aus München 26. Februar 2015 at 0:49

    […] der Worte einer anderen Bloggerin bedient: Tara-Louise. Wer mein Alltagsgeschwafel mag, sollte sich ihre Geschichten auch dringend […]

  • Reply Annette 28. Mai 2015 at 19:43

    WoW – herrlich ehrlich!

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